Porträt von Michael Weniger, Vorstandsvorsitzender Project Real Estate
03.06.2022    Mark Simon Wolf
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Zur Person

Michael Weniger

ist Vorstandsvorsitzender der Project Real Estate und bereits seit 2016 im Vorstand. Für das Unternehmen arbeitet er seit 2011.

DUP UNTERNEHMER-Magazin: Herr Weniger, Project Real Estate ist in der Immobilienbranche tätig, welchen Einfluss hatte die Coronapandemie auf Ihr Geschäft?

Michael Weniger: Das Jahr 2021 war immer noch stark geprägt von Corona. Allerdings haben wir aus den Erfahrungen aus 2020 gelernt und konnten in vielen Bereichen besser planen. Hinter uns liegt ein Übergangsjahr, das den ersten schweren Schritt aus der Corona-Krise markiert. Für 2022 ist es unser Ziel, die Krise hinter uns zu lassen: Wir möchten mit neuen Ideen durchstarten, wachsen und deutlich mehr entwickeln.

Wie möchten Sie dieses Ziel in der Praxis umsetzen?

Weniger: Dafür müssen wir unser Produkt, also unsere Wohnungen, noch stärker an unsere Kundinnen und Kunden anpassen, um noch näher an sie heranrücken und individuell auf ihre Bedürfnisse eingehen zu können. Darüber hinaus werden wir die Themen digitale Services, Nachhaltigkeit und energieeffiziente Produkte noch stärker in den Fokus rücken.

Der Immobiliensektor gilt als eine eher traditionelle Branche, welche Auswirkungen hat die digitale Transformation auf Ihr Geschäft?

Weniger: Die Digitalisierung hat unser Geschäft grundlegend verändert und spielt in jeglicher Hinsicht eine große Rolle: Auf viele Projekte und digitale Services bin ich besonders stolz. Das ist zum Beispiel die Einführung eines Enterprise-Resource-Planning-Systems mit komplett digitalem Rechnungslauf in nur zwölf Monaten, das uns über ein Softwaretool dabei hilft, die Ressourcen zu projektieren. Ein weiteres digitales Element, das unseren Alltag bereichert, ist die digitale Mangelaufnahme und Mangelbeseitigung. Und – auch bedingt durch Corona – kommunizieren wir mittlerweile in digitalen Meetings. Diesen Wechsel zum rein digitalen Austausch haben wir zu Beginn der Pandemie innerhalb weniger Tage bewerkstelligt.

Mit welchen Maßnahmen fördern Sie die Innovationskultur innerhalb Ihrer Teams?

Weniger: Wir versuchen den Innovationsgedanken systematisch in unseren Abläufen zu verankern. Im vergangenen Jahr haben wir einen internen Innovationswettbewerb gestartet, mit dem Motto „PROJECT, so individuell wie Du“. Hier haben wir über 20 Mitarbeitende aus den verschiedensten Abteilungen, mit komplett unterschiedlichen Erfahrungen und Lebensphasen, nach ihren Ideen und Vorstellungen für eine perfekte Wohnung befragt. Die Ergebnisse haben wir anschließend in neuen Immobilienentwicklungen umgesetzt. Darüber hinaus arbeiten wir in verschiedenen Taskforces an Innovationen wie zum Beispiel neuen Fondsprodukten, ESG-Maßnahmen, dem Modulbau oder, wie oben erwähnt, der Digitalisierung.

In vielen Branchen herrscht akuter Fachkräftemangel, wie steht es um Ihr Team?

Weniger: Da wir die komplette Wertschöpfungskette einer Immobilienentwicklung im Unternehmen abbilden, haben wir viele Abteilungen mit großem Bedarf an Mitarbeitenden. Der größte Teil entfällt allerdings auf die Tätigkeit der Bauleiterin oder des Bauleiters. Diese Lücken versuchen wir über Recruiting-Maßnahmen via Social Media, Job- und Karrieremessen sowie Stellenanzeigen und Jobbörsen im Internet zu füllen. Den größten Erfolg erzielen wir jedoch über unsere eigene Website und unseren Talentepool.

Ausgebildete Fachkräfte sind das eine, doch mit welchen Argumenten locken Sie junge Talente zu Project Real Estate?

Weniger: Wir geben jungen Menschen Chancen sowie Verantwortung und bieten ihnen die Chance auf attraktive Aufstiegsmöglichkeiten. Bestes Beispiel sind unsere etablierten Mitarbeitenden: Viele unserer Führungskräfte und Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer haben sich selbst im Unternehmen weiterentwickelt und hochgearbeitet. Viele waren vor fünf bis acht Jahren noch Berufseinsteigerinnen oder Berufseinsteiger.

Wie halten Sie das Arbeitsklima und die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden auf einem hohen Niveau – Stichwort Benefits?

Weniger: In diesem Bereich bieten wir unter anderem interne und externe Schulungen zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung an. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich im Unternehmen selbst weiterzuentwickeln und zu verändern. Zu den genannten Benefits zählen auch Teamevents. Diese stärken das Miteinander und den Zusammenhalt, auch wenn sie in den vergangenen Monaten wegen der Corona-Pandemie leider nur auf digitalem Weg möglich waren. In der aktuellen Situation ist es außerdem wichtig, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den persönlichen Kontakt zu ihren Kolleginnen und Kollegen nicht verlieren. Mehr und mehr ermöglichen wir wieder persönliches Zusammenkommen. Erfolge müssen auch gemeinsam gefeiert werden, damit folgende Projekte weiterhin mit Freude und Energie angegangen werden.

03.06.2022    Mark Simon Wolf
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