Illustration Vordenker 2022
17.02.2022
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Zur Person

Dr. Mathias Wagner

ist Vorstandsvorsitzender von CHG-MERIDIAN. Das internationale Unternehmen unterstützt Firmen dabei, individuelle und moderne Technologie-Kreisläufe zu konzipieren, zu finanzieren und zu steuern

Wie fällt Ihr Fazit für 2021 aus und welches große Ziel setzen Sie sich für 2022?

Dr. Mathias Wagner: 2021 war das zweite Pandemiejahr mit immer noch großer Planungsunsicherheit, gedämpfter Innovationsbereitschaft und Chip-Krise. Gleichzeitig haben uns diese Herausforderungen viele Chancen geboten, neue Kundenbedürfnisse zu erkennen und zu zeigen, wie agil wir auf aktuelle Entwicklungen reagieren können. So haben wir Unternehmen mit refurbishter IT aus unseren eigenen Tech-Zentren unterstützt, um Technologieprojekte trotz der Lieferengpässe umsetzen zu können. Außerdem haben wir eine klimaneutrale Finanzierung für IT auf den Markt gebracht. Was unsere Ziele für 2022 angeht: Wir wollen weiter profitabel wachsen, uns als Unternehmen entwickeln und unser Portfolio kontinuierlich ausbauen – auf mutige, innovative und nachhaltige Weise.

Was macht künftig konkret den Erfolg Ihres Unternehmens aus?

Wagner: Wir sind in Deutschland ein Pionier der Kreislaufwirtschaft und setzen bereits seit über 40 Jahren auf dieses Geschäftsmodell. Dabei betrachten wir den gesamten Lebenszyklus der IT-Geräte, die wir für Technologieprojekte finanzieren und managen: von der Beschaffung bis zur Wiederaufbereitung. Wesentlicher Teil der Kreislaufwirtschaft ist das „Nutzen statt Besitzen“-Prinzip. Wer danach handelt, sichert sich eine hohe Liquidität und Kosteneffizienz. Dazu kommen bei uns Vorteile wie eine ISO-zertifizierte Datenlöschung am Ende des Produktlebens. Solche Konzepte sind entscheidend für wesentliche Herausforderungen rund um Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die Unternehmen zu meistern haben.

Welche Rolle spielen Innovationen in Ihrem Geschäft?

Wagner: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Dieser Satz von Heraklit hat bis heute eine große Klarheit. Wer nicht innovativ ist, verliert den Anschluss. Aus diesem Grund erwarten wir von unseren knapp 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit ein ausgeprägtes „Out of the Box“-Denken, um neue Angebote zu entwickeln. Für die dafür notwendigen Rahmenbedingungen gibt es mit NEXT 2025 eine Mittelfrist-Strategie, die konkrete Beispiele für Innovationsfelder benennt und eindeutige Ziele formuliert. So können wir uns für 2022 unter anderem vorstellen, neue, ergänzende Ansätze und Produkte über Start-ups oder separate Inkubatoren zu testen und zur Marktreife zu bringen.

Wie wichtig ist für Ihr Unternehmen die Digitalisierung? Auf welche Projekte sind Sie besonders stolz und was haben Sie sich für das Jahr 2022 vorgenommen?

Wagner: Als Technologiemanager spielt die Digitalisierung schon lange eine Schlüsselrolle für uns und wir unterstützen unsere Kundinnen und Kunden – vom Mittelständler bis zum DAX30-Konzern – dabei ihre digitale Transformation voranzutreiben. Gleichzeitig befinden auch wir uns als CHG-MERIDIAN bereits mitten in diesem Wandel. Unsere eigene Digitalisierung ist ein wesentlicher Teil unserer Mittelfrist-Strategie NEXT 2025 und wir konnten in den vergangenen Jahren viele wichtige Projekte umsetzen. Für 2022 gilt es, weiterhin agil zu bleiben und die nächsten Ziele zu erreichen. Dazu gehört, unsere Kernprozesse besser skalierbar zu machen und die Datenqualität weiter zu optimieren. Außerdem arbeiten wir an vielen neuen Möglichkeiten für eine noch bessere und service-orientiertere Kundenbetreuung.

In welchem Bereich haben Sie den größten Bedarf an Mitarbeitern? Nennen Sie uns eine konkrete Recruiting-Maßnahme, die Ihnen den größten Erfolg bringt.

Wagner: Wir sind immer auf der Suche nach talentierten neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit unserem Active-Sourcing-Team sprechen wir im Moment vor allem gezielt Fachkräfte für IT, Vertrieb und kaufmännische Funktionen an. Für Kolleginnen und Kollegen, die am Beginn ihrer Karriere stehen, bieten wir neben Ausbildungsplätzen auch die Möglichkeit für ein Duales Studium an. Sehr spannend ist darüber hinaus unser Trainee-Programm für Sales-Talente, die wir – inklusive Auslandsaufenthalt in der Unternehmensgruppe – zu erfolgreichen Vertrieblern entwickeln.

Nennen Sie uns drei Gründe, warum im „War for Talents“ die Besten zu Ihnen kommen sollten.

Wagner: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbiter sind unser größtes Potenzial, deren Leistung wir sehr zu schätzen wissen. Was uns als Arbeitgeber auszeichnet? Wir sind erstens mit IT, Industrie und Healthcare in drei Bereichen unterwegs, die die Zukunft wesentlich mitgestalten werden. Wir sind zweitens ein Unternehmen, das Nachhaltigkeit sehr ernst nimmt und seit der Gründung 1979 erfolgreich das „Nutzen statt Besitzen“-Konzepte in den Fokus stellt. Drittens bieten wir flexible und mobile Arbeitsmodelle in einem sehr modernen und internationalen Umfeld. Als dynamisch wachsendes Unternehmen pflegen wir unsere Start-up-Mentalität. Dabei zeichnen eine enge Vernetzung untereinander sowie schnelle Entscheidungswege das Arbeiten bei uns aus.

Auf welche Maßnahmen zur Mitarbeiterentwicklung und zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit setzen Sie?

Wagner: CHG-MERIDIAN ist in 28 Ländern aktiv, womit wir eine große Vielfalt an Kolleginnen und Kollegen abbilden, deren Kraft und Kreativität sich immer wieder zeigt. Was die persönlichen und beruflichen Ziele eines jeden Einzelnen angeht, bieten wir eine unternehmenseigene Academy, die individuelle Weiterbildungsprogramme konzipiert und umsetzt. Zu den Angeboten zählt etwa das „Potential Development Program“, das Talente fördert und für Führungspositionen auf internationaler Ebene vorbereitet. Zudem gibt es bei uns Initiativen wie den Women’s Circle und unser CARE-Programm: Hier haben Mitarbeitende die Möglichkeit, soziale Projekte auf die Beine zu stellen, die vom Unternehmen gefördert werden. Um in den Dialog zu treten und ein Stimmungsbarometer einzufangen, führen wir zudem alle zwei Jahre eine internationale Befragung unserer Beschäftigten durch.

17.02.2022
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