Symbolbild für Geschäftsbeziehungen zu China
09.07.2024    Andreas Busch
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Am 15. Juli dieses Jahres soll das turnusmäßige Dritte Plenum des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas beginnen, auf dem es vor allem um wirtschaftliche Fragen geht. Beobachter erhoffen sich von der viertägigen Sitzung Signale für Reformen, denn das Reich der Mitte hat mit einigen Problemen zu kämpfen, wie etwa dem ins Wanken geratenen Immobilienmarkt. Dennoch: China war im vergangenen Jahr erneut Deutschlands wichtigster Handelspartner, wenn auch die USA im ersten Quartal 2024 an die erste Stelle rückten, und die Europäische Union jetzt E-Fahrzeuge aus China mit Strafzöllen belegt.

Mehrheit mit Geschäftsbeziehungen zu China

Dies ist das große Bild. Doch wie steht es um die konkreten Erfahrungen, die deutsche Unternehmerinnen und Unternehmer mit Geschäftspartnern in der Volksrepublik machen? Immerhin rund 68 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DUP Monitor Juli geben an, mit geschäftlichen Verbindungen zu China positive Erfahrungen zu haben, lediglich bei knapp zwölf Prozent ist das nicht der Fall. Etwa 20 Prozent verweisen darauf, keine Verbindung zu China zu haben.

Ärger über Verletzung geistigen Eigentums

Trotz der insgesamt eher positiven Bestandsaufnahme trüben auch bedenkliche Aspekte die Ergebnisse der Erhebung. So verweisen fast 15 Prozent der Teilnehmenden auf Probleme bei Geschäften mit China, so etwa der Verletzung geistigen Eigentums. Knapp elf Prozent der Firmen sind von Plagiaten eigener Produkte betroffen. Aber mehr als jeweils 50 Prozent geben an, keine der beiden negativen Erfahrungen gemacht zu haben.

Rund 28 Prozent beklagen jedoch, dass ihr Geschäft unter Wettbewerbern aus China leidet. So verwundert es auch nicht, dass fast 47 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer auf die Frage „Begrüßen Sie Strafzölle auf bestimmte Waren aus China?“ mit Ja antworten.

Nein zu TikTok und chinesischen Autos

Die Geschäftsbeziehungen zu China sind eng. Etwa 53 Prozent der Teilnehmenden geben an, aus China zu importieren, 30 Prozent führen Waren in das Reich der Mitte aus. Immerhin knapp 17 Prozent produzieren dort. Geht es um die Nutzung von Angeboten aus China wie beispielsweise Telekommunikationsprodukte, Kfz oder Marketing auf TikTok, zeigt sich weit überwiegend Abstinenz: Fast 79 Prozent verneinen den Einsatz solcher Offerten.

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09.07.2024    Andreas Busch
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