Portrait Denise Link von comcontrol Vordenkerin 2022
08.06.2022
  • Drucken
Anzeige

Zur Person

Denise Link

Die Wirtschaftsinformatikerin führt gemeinsam mit Gabriele Link das 1992 von Volker Link gegründete Beratungshaus comcontrol

Welches Ziel haben Sie sich für 2022 gesetzt?

Denise Link: 2021 war für uns ein Jahr der Umstrukturierung – zum einen durch Corona und die Umstellung auf remotes Arbeiten, zum anderen aufgrund interner Veränderungen. Wir haben unseren Fokus inhaltlich auf die Kernthemen unserer Beratungsleistung gelegt und uns von alten Themen, die nicht mehr zukunftsfähig waren, verabschiedet. Dafür musste sich die Mannschaft umstellen und umgeschult werden. Und aufgrund der neuen Homeoffice-Situation haben wir die Hälfte unserer Büroräume aufgegeben, uns damit bewusst räumlich verkleinert. Arbeiten im Büro findet nun an zwei Tagen pro Woche statt; an den restlichen drei Tagen wird im Homeoffice gearbeitet.

Durch diese thematische und personelle Umstrukturierung starteten wir 2022 mit frischer Energie und hoher Motivation. Wir wollen insbesondere im Bereich Services noch stärker wachsen. 2021 hat sich der Bedarf für zwei Beratungsthemen, die wir bereits seit mehreren Jahren aufbauen, am Markt äußerst stark erhöht. Wir hatten also früh den richtigen Riecher und haben uns richtig aufgestellt. Das lässt uns umso positiver in die Zukunft blicken.

Was macht künftig konkret den Erfolg Ihres Unternehmens aus?

Link: Wir konzentrieren uns auf Qualität bei der Auswahl unserer Mitarbeiter und setzen auf starkes Feel-Good-Management. Denn nur zufriedene Mitarbeiter leisten gute Arbeit. Wir haben eine starke Kundenbindung, die auf Offenheit und Ehrlichkeit beruht. Wir sind Dienstleister und können mit unserem Know-how sowie unserer Menschlichkeit glänzen. Das ist das, was uns auszeichnet und weshalb unsere Kunden zufrieden sind. Und das wird auch in Zukunft unseren Erfolg ausmachen. Zudem gehen wir unsere Arbeit mit Leidenschaft an. Unsere Kunden und Geschäftspartner sind begeistert, wie spannend doch die Themen im Mobilfunk sein können. Nur wer ständig in Bewegung bleibt, kommt voran.

Welche Rolle spielen Innovationen in Ihrem Geschäft?

Link: Als Beratungsunternehmen müssen wir natürlich immer aktuelle und künftige Trends im Blick haben und mit dem Markt gehen beziehungsweise dem Markt einen Schritt voraus sein. Hier ist jeder im Unternehmen in seinem Bereich gefragt, die Trends und Entwicklungen zu erkennen. Wir haben Mitarbeiter, die großes Interesse daran haben, unser Unternehmen weiterzuentwickeln. Die Kollegen, die hieran das größte Interesse haben und auch regelmäßig Ideen einbringen, wie wir uns weiterentwickeln können, laden wir zu Strategie- und Innovationsworkshops ein. Hier schließen wir uns einen halben bis ganzen Tag ein und lassen die Ideen sprudeln. Der Output aus diesen Meetings ist immer sehr motivierend und zielführend.

Wie wichtig ist für Ihr Unternehmen die Digitalisierung? Auf welche Projekte sind Sie besonders stolz und was haben Sie sich für dieses Jahr noch vorgenommen?

Link: Wie in jedem Unternehmen spielt auch bei uns die Digitalisierung eine große Rolle. Wir merken aber auch, dass das Thema bei uns nicht so schnell vorangetrieben wird, wie wir es uns wünschen würden. Denn das Projekt- und Tagesgeschäft hat Vorrang. Da bleibt wenig Zeit für neue Themen. Wir waren sehr froh, dass wir kurz vor der Pandemie unsere Telefonie und UC-Anwendung komplett auf Teams umgeschwenkt hatten. Demnach waren wir bereits vorbereitet als das Homeoffice kam; alle konnten von Beginn an problemlos von zu Hause arbeiten. Auch alle Kundendokumente liegen dort ab und sind dadurch von überall aus abrufbar. Mit Kunden teilen wir die Daten über eigene Projektgruppen ebenfalls über diese Plattform. Im Service liegen die Kundeninformationen in einer extern geschützten Datenbank und nicht mehr bei uns vor Ort. Wir sind ein papierfreies Büro. Aufgrund der Pandemie finden zudem Kundentermine seit 2020 nur noch online statt. Das funktioniert hervorragend und spart uns Zeit und Geld aufgrund der wegfallenden Fahrtzeiten und -wege.

In welchem Bereich haben Sie derzeit den größten Bedarf an Mitarbeitenden? Und wie rekrutieren Sie neue Angestellte?

Link: Als kleines Unternehmen finden gute Bewerber leider nicht von allein zu uns. Wir sind kein Konzern, der mit großem Namen punkten kann. Dementsprechend hat uns in der Vergangenheit stets ein gutes Netzwerk durch Empfehlungen die besten Mitarbeiter gebracht. Wir haben zum Glück keine hohe Fluktuation, da unsere Angestellten sehr zufrieden sind. Den größten Bedarf haben wir aktuell in der Neukundenakquise, also im Vertriebsinnendienst, und in unserem am stärksten wachsenden Bereich Vertragsmanagement – dort speziell im Service. In Zukunft werden wir bei der Mitarbeitersuche auch auf externe Personalvermittlungsunternehmen setzen.

Nennen Sie uns Gründe, warum im War for Talents die Besten zu Ihnen kommen sollten.

Link: Wir sind ein familiäres Unternehmen und bieten zahlreiche Benefits – zum Beispiel Massagen, Reisen und tolle Weihnachtsfeiern mit Ehepartnern. Wir verbringen sehr viel gemeinsame Zeit beim Mittagessen und bei After-Work-Events. Wir setzen auf Feel-Good-Management, denn wir wollen, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Dafür erwarten wir aber auch Leistung: Wir suchen ausschließlich Leute mit hoher Eigenverantwortung, die sich und unser Unternehmen weiterentwickeln und sich einbringen wollen. Menschen, die einfach gerne arbeiten, die sich für nichts zu schade sind und ihre Kollegen respektieren. All unsere Kollegen haben diese Eigenschaften.

Trotz unserer 30-jährigen Präsenz am Markt haben wir uns mit unserem dynamischen und motivierten Team die Mentalität eines Start-ups bewahrt, das immer an neuen Ideen und der Weiterwicklung des Unternehmens interessiert ist, Veränderungen und Entscheidungsprozesse schneller vorantreibt, Bereitschaft zum Ausprobieren aufweist und vor allem Ehrgeiz und Mut hat, sich zu verändern.

Wie fördern Sie die Mitarbeiterentwicklung?

Link: Als Geschäftsführung kommunizieren wir sehr offen mit unseren Mitarbeitern. Jeder weiß, dass er jederzeit zu uns kommen kann. Wir sind sehr familiär aufgestellt und pflegen untereinander ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Wir kontrollieren unsere Mitarbeiter nicht, sondern setzen auf Vertrauen, und werden auch nicht enttäuscht. Wir haben immer ein offenes Ohr für Verbesserungsvorschläge oder Kritik. Es ist uns wichtig, den Mitarbeitern zu zeigen, dass ihre Arbeit für das Unternehmen wichtig ist. Wertschätzung ist teilweise mehr wert als ein Titel oder ein hohes Gehalt: Wenn Mitarbeiter gern zur Arbeit gehen, dann leisten sie auch gute Arbeit – davon bin ich überzeugt. Der Beweis dafür ist mein Team.

Und mit welchen Maßnahmen steigern Sie die Zufriedenheit Ihrer Kolleginnen und Kollegen?

Link: Wir veranstalten öfter After-Work-Events, verreisen jedes Jahr einmal alle zusammen über ein langes Wochenende und bieten Massagen an. Wir haben eine vollausgestatte Küche. Dort kochen wir gemeinsam, wenn wir einmal pro Woche alle im Office sind. Zu unseren Weihnachtsfeiern und Firmenreisen sind grundsätzlich stets die Ehepartner mit eingeladen, denn wir wollen, dass auch sie eine Rolle in unserer kleinen Arbeitsfamilie spielen. Jeder Mitarbeiter hat ein Smartphone mit Vertrag und kann dieses auch privat nutzen. Zudem lässt sich über ein Mitarbeiter-PC-Programm vergünstigt Hardware privat leasen. Jeder hat bei uns sein eigenes Büro. In Zeiten von Corona haben wir wöchentlich Online-Teams-Sessions veranstaltet und einen Online-Mobility-Kurs mit Yoga und Stretching angeboten.

08.06.2022
  • Drucken
Zur Startseite