Teide Atardecer Teneriffa
06.01.2022    Stefan Westendorp
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So sollte es immer sein. Jedenfalls für die Hotellerie. „Wir können ihnen leider kein Zimmer und keine Suite zeigen, wir sind ausgebucht“, heißt es Ende Oktober immer wieder bei unserer Tour über die Insel. Und wir besuchen ausschließlich Fünf-Sterne-Häuser! Keine Frage: Luxus ist mehr denn je gefragt auf der Kanareninsel. Und dafür gibt es eine Reihe guter Gründe.

Teneriffa bietet eine breite Palette erstklassiger Hotels

Teneriffa hat sich trotz der Zäsur durch Corona viel vorgenommen – und eine Menge angeschoben. Hin zu mehr Klasse und mehr Nachhaltigkeit. Und das soll, so der Plan, Hand in Hand gehen. Mittlerweile zählt die Insel mehr als 50 Luxushotels der Fünf-Sterne-Kategorie – mehr als viele europäische Metropolen. 

Darunter sind legendäre Häuser mit langer Tra­dition wie das „Hotel Botánico & The Oriental Spa Garden“ in Puerto de la Cruz, das sich neu aufgestellt hat und moderner denn je präsentiert. Oder das „Grand Mencey“ in der Hauptstadt Santa Cruz, das als Businesshotel und
als Rückzugsort mit Pool und Stil punkten kann. 

Hoch über der Costa Adeje im Süden der Insel öffnete im Dezember 2020 das „Royal River“ mit 50 Villen, je mit eigenem Pool und durch einen Fluss miteinander verbunden. Und unweit der Playa del Duque wird im Hotel „GF Victoria“ der Sundowner auf der Dachterrasse serviert – mit Blick aufs Meer. In der Küche im Stockwerk darunter kreiert „GF“-Eigengewächs Francisco Expósito exquisite Menüs mit Hingabe und Qualität.

Ohnehin hat sich Teneriffa zum Hotspot für Gourmets entwickelt. Sechs Michelin-Sterne verteidigte die Insel 2021. Ganz oben: das Restaurant „M.B“ des baskischen Ausnahmekochs Martín Berasategui im „Ritz-Carlton Abama“, das gleich zwei Sterne auf sich vereint – und dass auch zu den Sternen führt. Erst im Oktober wieder eröffnet, offeriert das Restaurant ein exklusives Picknick für die nächtliche Sternen­beobachtung am Teide. Übrigens ein fantastisches Erlebnis – gilt doch der Platz dort oben als einer der besten weltweit, um den Sternen ganz nah zu sein.

Ein natürlicher Reichtum

Der größte Luxus der Insel jedoch ist die Natur. Nur fünf Prozent der Fläche Teneriffas sind durch den ­Tourismus erschlossen; 48 Prozent, also fast die Hälfte der gesamten Fläche, stehen unter Naturschutz. Der Teide, mit 3.718 Metern höchster Berg Spaniens und drittgrößter Vulkan der Erde, erhebt sich stolz aus dem ihn umgebenden 19.000 Hektar großen Nationalpark, der seit 2007 UNESCO-Welterbe ist. 

Eine Schar Touristen versammelt sich bei gutem Wetter jeden Abend hier oben im Nationalpark, um den Sonnenuntergang zu erleben. Heute mischen sich in die Rottöne schwarze Aschewolken über La Palma. Eine Momentaufnahme im langen Leben der Inseln. „Dieser Ort hier, diese Landschaft sind einmalig auf der Welt“, sagt unser Guide Ancor Robaina. „Wir müssen sehr gut darauf aufpassen.“ Recht hat er.

06.01.2022    Stefan Westendorp
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