Humanoider Roboter blickt in die Kamera und berührt mit dem Zeigefinger seine Schläfe
26.06.2024    Verena Fink
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Illustration Kolumne Verena Fink

Kann Google uns noch helfen, oder verlassen wir uns inzwischen zu blind auf Online-Suchmaschinen, deren Vermarkter-Content immer mehr überhandnimmt? Neue KI-gestützte Suchmaschinen verheißen scheinbar Entlastung. Der Grund? Sie liefern Antworten im Fließtext und ersparen mir das Durchklicken von Website-Links. Umso mehr ist unser Vertrauen gefragt: Sind die Quellen fundiert oder gesponsert?

Ich habe mir einen Vertreter der Zunft genauer angeschaut: das Start-up Perplexity AI, das als Alternative zu Bing (Chat) und ChatGPT entstand und in seiner jüngsten Finanzierungsrunde mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet worden ist.

KI-Tools: Die besseren Suchmaschinen?

Zeichnung Kolumne Verena Fink

Verena Fink: Die Beraterin für kundenzentrierte Innovation und Künstliche Intelligenz von Woodpecker Finch ist Expertin des DUP UNTERNEHMER-Magazins für digitale Impulse aus aller Welt

Perplexity AI entwickelt einen KI-Chatbot, der Suchergebnisse zusammenfasst und auf Quellen verweist. Das Tool analysiert Suchergebnisse, um meine Fragen zu beantworten und Informationen auszugeben. Quellen aus dem Internet liefern die Basis für die Antworten auf meine gestellten Prompts. Meines Erachtens eine sinnvolle Ergänzung für textlastige KI-Chatbots, um scheinbare Fakten aus ChatGPT mithilfe von Perplexity zu validieren. Spannend finde ich die Auswahl aus mehreren Sucharten:

1. Academic – Suche in akademischen Journalen und Papern

2. All – allgemeine Suche im Internet

3. Reddit – Suche in relevanten Reddit-Foren

4. Wolfram|Alpha – computergestützte Ergebnisse

5. Writing – Zur Textgenerierung (wie ChatGPT oder Jasper)

6. YouTube – zur Suche in und von Videos.

Faktencheck bleibt unsere Verantwortung

Für mich ist Perplexity ein leistungsfähiger KI-Chatbot für die faktengestützte Beantwortung von Fragen als relevante Ergänzung zu ChatGPT. Blind vertrauen würde ich auch ihm nicht, denn die werbetreibenden Publisher werden nicht müde, auch den KI-Vertretern Futter zu geben, welches meine Online-Suche in ihre Fänge treibt: Faktencheck bleibt unsere Verantwortung.

 

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26.06.2024    Verena Fink
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