Nicole Eggert ist Geschäftsführerin von Palmberg
02.05.2022
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Sechs Millionen Euro Gewinn erzielte PALMBERG aus Schönberg 2021. Und der Umsatz des Unternehmens ist im Vergleich zu 2020 noch einmal gewachsen – auf 116,8 Millionen Euro. Möglich sei der Erfolg dank der hohen Flexibilität des Unternehmens, auf veränderte Bedingungen zu reagieren, und der Leidenschaft der Mitarbeitenden, betont Geschäftsführerin Nicole Eggert. Der starke Fokus auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeige sich an verschiedenen Stellen – darunter etwa beim Thema Innovation.

Zur Person

Nicole Eggert

ist geschäftsführende Gesellschafterin von PALMBERG, einem Büromöbelhersteller aus Schönberg in Mecklenburg-Vorpommern

Was macht künftig konkret den Erfolg Ihres Unternehmens aus?

Nicole Eggert: Ganz klar die Flexibilität des Unternehmens, auf veränderte Gegebenheiten schnell reagieren zu können sowie die Leidenschaft, mit der sich alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Zeug legen. Sie sind für das Unternehmen die wichtigste Ressource und – begleitet von innovativen und zertifizierten Produkten „made in Germany“ – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb. Ganz wichtig ist es und wird es für uns immer bleiben, auch in schwierigen Zeiten weiterhin sehr nah und verbindlich an Kundinnen und Kunden agieren zu können, um so immer intensiv bei Vertriebs- und Akquisetätigkeiten unterstützen zu können.

Welche Rolle spielen Innovationen in Ihrem Geschäft? Und wie fördern Sie die Innovationskultur?

Eggert: Innovative Ideen sind natürlich immer wichtig für den eigenen Unternehmensfortschritt. Gerade in Zeiten von Corona und verstärkt aufkommenden hybriden Arbeitswelten sind neue Ideen und Ansätze gefragt. Wir befördern unsere Innovationskultur zum Beispiel durch interne Innovationsplattformen, in denen sich jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter beteiligen kann. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit Hochschulen zusammen, um Ideen der Generation Z in unseren Workflow einfließen zu lassen.

Wie wichtig ist für Ihr Unternehmen die Digitalisierung? Auf welche Digital-Projekte sind Sie besonders stolz und was haben Sie sich für das Jahr 2022 vorgenommen?

Eggert: Die Digitalisierung ist sehr wichtig und wird künftig einen noch größeren Bereich unserer täglichen Arbeit einnehmen. Zum einen natürlich für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit sie in Coronazeiten sicher und flexibel arbeiten können. Aber natürlich ist das Thema auch bei der Fachkräftegewinnung ein wichtiger Faktor, um attraktive Arbeitsplätze anzubieten. Ebenfalls wird in der Zukunft das Thema hybrides Arbeiten eine wichtige Rolle bei der Büroplanung spielen. Als Stichworte sind hier digitale Buchungssysteme oder Desksharing zu nennen. Besonders stolz sind wir auf die sukzessive Umsetzung unserer Digitalisierungsstrategie für alle Produktionsbereiche. 2021 wurde der Tisch- und Gestellbau komplett digitalisiert und in diesem Jahr werden wir den Bereich Schrankband umrüsten.

In welchem Bereich haben Sie den größten Bedarf an Mitarbeitern? Und nennen Sie uns bitte Recruiting-Maßnahmen, die Ihnen den größten Erfolg bringen.

Eggert: Im Bereich Kraftfahrer und Produktionsmitarbeiter. Für das Recruiting nutzen wir einen Mix aus internen und externen Maßnahmen. Die erste Anlaufstelle ist die Karriereseite auf der PALMBERG-Website, unterstützt von klassischen Anzeigen – sowohl off- als auch online –, die auf unterschiedlichen Kanälen platziert werden sowie dem Besuch von Jobmessen.

Zusätzlich umfasst das Employer-Branding alle Maßnahmen, die dazu dienen, PALMBERG als Arbeitgeber für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Jobsuchende attraktiv zu machen. So veröffentlicht beispielsweise ein Kraftfahrer auf seinem eigenen YouTube-Channel Kurzvideos über seinen Arbeitsalltag als Fahrer bei PALMBERG. Ebenfalls setzen wir mit der Aktion „Mitarbeiter wirbt Mitarbeiter“ auf die Empfehlungen unserer Mitarbeitenden und machen so unsere Kolleginnen und Kollegen zu Markenbotschaftern für unser Unternehmen. Sie teilen und verbreiten offene Stellen mit angereicherten Unternehmensinformationen in ihrem Netzwerk.

Nennen Sie uns drei Gründe, warum im War for Talents die Besten zu Ihnen kommen sollten.

Eggert: Im War for Talents spielen für uns neben den rein materiellen Anreizen verstärkt auch immaterielle Werte wie die Work-Life-Balance unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine immer wichtigere Rolle. Entscheidend ist dabei die Kommunikation mit der Belegschaft. So sind Faktoren wie Mitarbeiterzufriedenheitsumfragen, Gleitzeit, der verkürzte Freitag oder JobRad mittlerweile feste Bestandteile in unserem Unternehmen, welche wir durch die Anregungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umsetzen konnten. Außerdem sind wir in Zeiten der Unsicherheit ein erfolgreiches und gesundes Unternehmen, das seit Jahren kontinuierlich wächst und somit für die bestehenden, aber auch für neue Mitarbeiterinnen ein zuverlässiger Arbeitgeber ist.

Des Weiteren bieten wir auch im Bereich der Ausbildung ein modernes und erfolgreiches Konzept, das gleichermaßen fachliche wie auch soziale Kompetenzen fördert und fordert. Dafür wurden wir von 2015 bis 2021 sieben Mal in Folge durch die IHK Schwerin als Top-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. Für uns ist Ausbildung, gerade in Zeiten des Wandels am Arbeitsmarkt, eine Investition in die Zukunft. Mit der Qualifizierung junger Menschen bilden wir selbst den Nachwuchs für eine erfolgreiche Zukunft unseres Unternehmens aus und werden parallel unserer Ausbildungsverantwortung gerecht.

Mit welchen welchen Maßnahmen fördern Sie die Mitarbeiterentwicklung und steigern die Mitarbeiterzufriedenheit?

Eggert: Wir bieten unseren Kolleginnen und Kollegen unterschiedliche interne wie externe Weiterbildungsangebote sowie interne Tellerrandprojekte an. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit weitere Benefits wie zum Beispiel Teamevents wahrzunehmen. Ein internes Mitarbeiter-Informationssystem verbessert die Kommunikation im Unternehmen; durch die Teilnahme an Mitarbeiterzufriedenheitsumfragen können konkrete Verbesserungsmaßnahmen initiiert werden. Gleitzeit für die Kolleginnen und Kollegen im Büro und ein verkürzter Freitag für Produktionsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sorgen für eine bessere Work-Life-Balance. Abgerundet wird unser Angebot durch das Schaffen ergonomischer Arbeitsplätze. Zum Beispiel arbeitet bei PALMBERG selbstverständlich jede Büromitarbeiterin und jeder -mitarbeiter an einem ergonomischen Sitz- beziehungsweise Stehtisch.

02.05.2022
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