Jens Meier von der HPA
09.06.2022
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Was macht den Hamburger Hafen oder genauer gesagt die Hamburg Port Authority zu einem spannenden Arbeitgeber?

Jens Meier: Der Hamburger Hafen bietet ein hohes Maß an Faszination. Hier können Mitarbeitende an Jahrhundertprojekten mitwirken, beispielsweise als Bauingenieur für den Köhlbrandtunnel. Das ist eines der Projekte, die für die nächsten 100 Jahre geplant werden. Zudem versuchen wir, dummen Beton mit intelligenter Technik zu verbinden. Auf der einen Seite können sie in der Augmented Reality den digitalen Zwilling des Hamburger Hafens entwickeln. Auf der anderen Seite haben sie die Chance, das virtuelle Modell auch physisch entstehen zu sehen. Die Begeisterung für die Schifffahrt und den Hafen ist ungebrochen. Bei uns haben junge Talente die Chance, selbst ein Teil des Ganzen im täglichen Betrieb oder auch bei Großprojekten zu sein.

Wie haben sich die Anforderungen an das Management verändert? Müssen Führungskräfte heute Feel-Good-Manager sein, um Fachkräfte im Unternehmen zu halten?

Meier: Wir versuchen, auch unser Management kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir wollen Netzwerke zwischen jüngeren und älteren, erfahrenen und unerfahrenen Kolleginnen und Kollegen schaffen und ihnen Instrumente an die Hand zu geben, damit sie mit der steigenden Komplexität umgehen können. Wir wollen unsere Führungskräfte darin ausbilden, dass sie ergebnisorientiert handeln und nicht erlebnisorientiert.

Was meinen Sie damit?

Meier: Innovationen sind klasse, aber wir müssen auch im Blick haben, ob daraus ein Business Case entstehen kann – also wie es um die Wirtschaftlichkeit bestellt ist. Eine fliegende Drohne ist gut, doch sie müssen auch wissen, welches Problem sie mit dieser Technologie lösen wollen. Wir haben bewusst Räume für Innovationen geschaffen. Bei unserer Innovation Team Challenge etwa können unsere Mitarbeitenden Ideen einbringen.

Was haben Sie als Arbeitgeber aus der Coronapandemie gelernt?

Meier: Von einer Sekunde auf die andere hat die Arbeit im Mobile-Office gut funktioniert, weil wir das Thema Remote-Work bereits seit Jahren vorangetrieben haben. Das hat auch die letzten Kritiker verstummen lassen. Jetzt geht es darum, die guten Errungenschaften aus dieser herausfordernden Zeit beizubehalten. Wir wollen unsere Büros so ausstatten, dass sich auch die nächste Generation unser Mitarbeitenden dort wohlfühlt.

Wie sieht das Büro der Zukunft bei der HPA denn aus?

Meier: Wir haben uns viele Modelle angeschaut, unter anderem Coworking-Spaces. Aber abgeschottete Boxen, um in Ruhe zu arbeiten, sind eher nichts für uns. Wir setzen auf eine offene Atmosphäre und große Flexibilität. Zudem unterstützen wir junge Mütter und Väter, die in der Pandemie großen Belastungen ausgesetzt waren. Wir haben Familienräume eingerichtet, sodass man den Nachwuchs auch mal zur Arbeit mitbringen kann. Zudem setzen wir auf ein professionelles Gesundheitsmanagement und eine sehr gute Ausstattung der Arbeitsplätze. Generell ist es aber ein Lernprozess, der nie aufhört. Spannende Aufgaben und eine Unternehmenskultur, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist, sind Grundvoraussetzungen dafür, dass man gern zur Arbeit geht.

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