Festspielhaus in Bayreuth
02.11.2021    Stefan Westendorp
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Bayreuth und die Richard-Wagner-Festspiele sind untrennbar miteinander verbunden. Jedes Jahr trifft sich das Who’s who der Kultur­enthusiasten Ende August auf dem Grünen Hügel, um den Werken des großen Komponisten zu huldigen. Und auch das Markgräfliche Opernhaus, seit 2012 UNESCO-Welterbe, erweist sich mit seiner seit 280 Jahren unveränderten Bühne und einem anspruchsvollen Programm als Zuschauermagnet.

Das Barocktheater verleiht unter anderem dem neuen „Bayreuth Baroque Opera Festival“ einen glanzvollen Rahmen. Auch wenn man nicht bei einer der Aufführungen dabei sein kann, lohnen sich der Besuch des Richard-Wagner-Museums und des Markgräflichen Opernhauses. Von dort führt ein kleiner Spaziergang hinüber zum Stadtparkett und zur Maximilianstraße, der Shoppingmeile Bayreuths direkt am Markt.

Lebendig, studentisch, offen

Von hier empfiehlt sich ein Abstecher ins historische Gassenviertel. Sehenswert: Kirch-, Braut- und Kämmereigasse. Für den kleinen Hunger zwischendurch darf es gern eine „Baraider Bradwörschd“ sein – also eine Bayreuther Bratwurst im Brötchen –, bevor es dann über Friedrich- und Ludwigstraße zum Hof­garten geht, der weitläufigen grünen Lunge der Stadt; mitsamt „Neuem Schloss“ ein Must-see. Ein „Neues Schloss“ steht auch in der nicht minder beeindruckenden Parkanlage Eremitage – beide Bauten trennen gerade einmal fünf Kilometer. 

Wer nun glaubt, Bayreuth sei bei aller Hochkultur und historischem Erbe etwas angestaubt, der irrt. Mehr als 13.000 Studierende machen die Stadt quicklebendig. Es gibt über 8.000 Veranstaltungen pro Jahr. Die Wirtshauskultur verführt mit Spezialitäten wie Schäufele mit Kartoffelkloß; mehr als 1.000 verschiedene Biere werden in der Genussregion Oberfranken gebraut. Das alles wird zu moderaten Preisen angeboten. Und so freuen sich nebenbei die Menschen in Oberfranken über das höchste real verfügbare Einkommen Deutschlands. Bayreuth – ebenso lebens- wie liebenswert.

02.11.2021    Stefan Westendorp
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