Frank Thelen
23.09.2021    Arne Gottschalck
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Zur Person

Frank Thelen

ist Gründer und Technologie-Investor und war von 2014 bis 202 TV-Juror bei „Die Höhle der Löwen“. Der 45-Jährige veröffentlichte die Bücher „Startup-DNA“ und „10xDNA“.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, den Investmentfonds 10XDNA - Disruptive Technologies (ISIN: DE000DNA10X3) aufzulegen?

Frank Thelen: Ich habe mir die Frage gestellt, wie ich zukünftig abseits von meinem Venture-Capital-Geschäft mein Vermögen am Aktienmarkt anlegen möchte. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich die Unternehmen, ähnlich wie im VC-Bereich, tiefgreifend verstehen können muss. Hierfür wollte ich mir ein Team aus Biologen, Physikern, Chemikern und Kapitalmarktexperten aufbauen, das unseren bewährten Technologie-getriebenen VC-Ansatz auf den öffentlichen Markt überträgt. Aber wieso sollte nur ich von einem solchen Team profitieren? Wir haben uns dann entschieden, unseren Ansatz und unsere Erfahrung allen zugänglich zu machen und gemeinsam mit Jens Giersberg als Geschäftsführer die 10xDNA Capital Partners gegründet.

Warum umfasst das Fondsportfolio nur etwa 30 Aktien?

Thelen: Weil wir alle Positionen tiefgreifend analysieren und wirklich verstehen wollen. Wir sind auf der Suche nach Unternehmen mit zehnfachem (10x) Potenzial. Die 10xDNA Disruptive Technologies Fonds sollten als Ergänzung einer breiter diversifizierten Anlagestrategie verstanden werden und richten sich in erster Linie an Investoren mit einer gewissen Risikobereitschaft und einem Investmenthorizont von mehreren Jahren. Es ist mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen.

Wieviel Start-up steckt im Fonds? Immerhin finden sich darin ja auch Großunternehmen wie Tesla & Co.

Thelen: Wir schließen größere Unternehmen grundsätzlich nicht aus, solang wir noch immer ein exponentielles Wachstumspotenzial erkennen. Bei Tesla sehen wir aufgrund seiner Technologieführerschaft in unterschiedlichen Bereichen von der Batterieforschung über die Produktion bis hin zum autonomen Fahren ein solches Potenzial. Wir schauen uns aber auch viele jüngere Unternehmen und SPACs an und haben auch schon die ersten  früh-phasigeren, gelisteten Unternehmen im Portfolio und auf der Watchlist.

Was sagen Sie zur Kritik gegen „Promi-Fonds“?

Thelen: Ich identifiziere mich nicht als Promi und mag auch den Vergleich nicht. Meine Bekanntheit habe ich meinem Erfolg als Unternehmer und Investor zu verdanken. Hinter den 10xDNA Fonds stehen Jahrzehnte an Erfahrung im Venture Capital. Ich komme von der Technologieseite, das ist meine Passion. Wir wollen mit den Fonds auch kein Geld verdienen, sondern lediglich das Research Team finanzieren, um unser eigenes Vermögen am Aktienmarkt besser managen zu können. Deshalb versuche ich auch niemanden davon zu überzeugen, in den Fonds zu investieren. Vielmehr möchte ich ruhig und sauber über die Chancen und Risiken aufklären und klar kommunizieren, an wen sich der Fonds richtet: an Anleger mit einer gewissen Risikotoleranz und einem Investmenthorizont von mindestens fünf Jahren, die disruptive Innovation als Beimischung in ihrem Portfolio abbilden wollen.

Welcher Tech-Investor ist so etwas wie ein Vorbild für Sie?

Thelen: Cathy Wood hat mit ARK ein wirklich gutes Produkt und Team aufgebaut. Auch Jan Beckers macht mit Bit Capital einen tollen Job. Chamath Palihapitiya (Anm. d. Red.: Tech-Investor und CEO von Social Capital) ist für mich in vielerlei Hinsicht ein Vorbild, vor allem, was das Mindset angeht. Mit den 10xDNA Fonds gehen wir allerdings noch einen Schritt weiter, indem wir unseren Venture-Capital-Ansatz auf den öffentlichen Markt übertragen und jede einzelne Position tiefgreifend analysieren.

23.09.2021    Arne Gottschalck
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