Portraitfoto Karin-Brigitte Göbel, Stadtsparkasse Düsseldorf
06.05.2022
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Zur Person

Karin-Brigitte Göbel

ist seit 2017 die Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Düsseldorf. Im März 2022 wurde sie erneut in das Amt gewählt, das sie nun bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2024 innehat. Zuvor war die gelernte Betriebswirtin in leitenden Funktionen bei namhaften Kreditinstituten und in der Taunus-Sparkasse im Vorstand tätig

Welche Maßnahmen treffen Sie, um in Zukunft erfolgreich zu sein?

Karin-Brigitte Göbel: Nur wer sich konsequent an den Bedürfnissen des Marktes beziehungsweise der Kundinnen und Kunden ausrichtet, wird nachhaltig erfolgreich sein. Die Kundinnen und Kunden informieren sich nach wie vor gerne persönlich bei einem Bankberater, viele lesen sich allerdings zusätzlich im Internet Wissen an. Für uns als Kreditinstitut ist es deshalb unerlässlich, auf allen Kanälen präsent zu sein und online wie offline zielgruppengerechte Lösungen bereitzustellen.

Wie werden in Ihrem Unternehmen Innovationen gefördert?

Göbel: Ohne Innovation kein Fortschritt. Das gilt auch und gerade für die Bankbranche. Aus diesem Grund wird Innovationskultur bei der Stadtsparkasse Düsseldorf gleich in mehrfacher Hinsicht gefördert. Erstens, durch unser Innovationsmanagement, das Innovationen gezielt plant, steuert und umsetzt. Zweitens, durch eine interne Online-Plattform, über die Mitarbeitende ihre Ideen aktiv einbringen können. Und drittens, durch die Beteiligung an zwei Venture Capital Fonds, über die wir Zugang zu Start-ups und deren Geschäftsmodellen erhalten.

Welche digitalen Projekte wurden im Unternehmen bereits umgesetzt und welche sind für das kommende Jahr geplant?

Göbel: Wir haben gleich zu Beginn der Coronakrise unsere Mitarbeitenden mit Hardware ausgerüstet und die entsprechende IT-Infrastruktur für „Mobiles Arbeiten“ geschaffen. Zudem wurden die Online-Angebote für unsere Kunden signifikant ausgebaut – von Videotelefonie bis hin zu digitalen Kreditantragstrecken. Perspektivisch geplant sind weitere Kundenreisen sowie ein Projekt zu Data Analytics.

Worauf achten Sie bei der Gewinnung von neuen Fachkräften?

Göbel: Neue Technologien und Innovationen erfordern auch neue Verantwortungen, neue Rollen und neue Kompetenzen. Neben bankfachlichem Wissen wird vor allem digitales Know-how immer wichtiger. Aber auch Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft werden künftig eine größere Rolle spielen. Da nicht jeder Mitarbeitende die gleichen Stärken hat, gilt es, die individuelle Kompetenzentwicklung strategisch zu fördern. Dazu hat die Stadtsparkasse beispielsweise ein Talentmanagement aufgesetzt, mit dem Nachwuchskräfte im eigenen Unternehmen identifiziert und auf spätere Fach- und Führungslaufbahnen vorbereitet werden.

Wie finden Sie die richtigen Talente?

Göbel: Heute gilt: Nicht mehr der Arbeitgeber sucht sich den Arbeitnehmenden aus, sondern umgekehrt. Entscheidend ist, potenzielle Nachwuchskräfte mit den richtigen Botschaften auf den richtigen Kanälen zu erreichen. Zum Beispiel ist die Stadtsparkasse sehr präsent auf Social Media, allen voran auf LinkedIn und TikTok. Mit rund 240.000 Followern und mehr als 6,5 Mio. Views sind wir deutschlandweit der reichweitenstärkste Bankenkanal auf TikTok. Mehrere junge Mitarbeitende beantworten hier täglich Fragen rund um die Themen Finanzen und Sparen.

Welche Maßnahmen zur Mitarbeiterentwicklung und -zufriedenheit treffen Sie?

Göbel: Dazu bietet die Stadtsparkasse eine Vielzahl an Möglichkeiten an. Ganz aktuell haben wir beispielsweise mit Jobsharing ein Arbeitsmodell eingeführt, bei dem sich zwei Führungskräfte, die beide in Teilzeit arbeiten, gleichberechtigt eine Stelle teilen. Das wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vereinfachen und letztlich talentierte Mitarbeitende für Führungsposten begeistern, die sich aus zeitlichen Gründen sonst vielleicht nicht für diese Aufgaben interessiert hätten. Das erste Tandem wurde erst kürzlich besetzt.

06.05.2022
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